- Leitbild Soziale Brennpunkte 2004 (PDF 129 kb)
Leben im benachteiligten Wohnquartier
in Saarbrücken
"Benachteiligte Wohngebiete", manchmal auch "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf": So bezeichnet man nach modernem Sprachgebrauch soziale Brennpunkte. Damit sind Wohngebiete gemeint, die deutliche Merkmale von Armut und Ausgrenzung tragen. Kennzeichen solcher Gebiete sind:
- Mangelhafte Bausubstanz
- hohe Wohndichte
- große Arbeitslosigkeit und Sozialhilfebedürftigkeit
- schlechte Infrastruktur (zum Beispiel keine Geschäfte, Ärzte oder Sozialen Einrichtungen in der Nähe)
- verstärkte Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen
Soziale Brennpunkte sind stigmatisierte Gebiete. Die Menschen, die dort leben, werden durch sie stigmatisiert. Solche Gebiete finden sich nicht nur in den großen und mittleren Städten. Sie sind auch in kleinen Städten und Gemeinden zu finden. Dort handelt es sich dann meist um einzelne Wohnblocks oder Häuser.
Die ungünstigen Lebensbedingungen und die materielle Not der Menschen, insbesondere der Kinder, sind und waren stets eine Herausforderung für den Caritasverband und seine angeschlossenen Träger. Die Arbeit in Sozialen Brennpunkten gehört in vielen Teilen unseres Bistums zur Aufgabe der örtlichen Caritasverbände.
Die Förderung der Kinder und Jugendlichen im schulischen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Bereich gehört ebenso dazu wie das Initiieren von Wohnungs- und Wohnumfeldsanierungen, stets mit Beteiligung der Bewohner, und die individuelle soziale Beratung und Hilfe für einzelne Menschen und Familien.
