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Aids-Arbeit der Caritas bundesweit

Bundesweit gibt es 18 Caritas-Beratungsstellen und -dienste für HIV und Aids sowie zwei Hospize. Infizierte können in einigen Einrichtungen betreut wohnen, und erhalten bei Bedarf pflegerische Betreuung. Ein weiterer Schwerpunkt der Caritas ist die Aufklärungs- und Schulungsarbeit.

 
Kranke Menschen  

Hinterm Horizont geht´s weiter

"Haus Horizont" gibt Aids-Kranken Hoffnung - wie der Name andeutet: Hinterm Horizont geht`s weiter. Die Einrichtung des Caritasverbandes Koblenz Lahnstein bietet HIV-Infizierten psycho-soziale Betreuung und Pflege. Die Mitarbeiter im "Haus Horizont" sind Ansprechpartner in allen Alltagsfragen: Klärung von sozialrechtlichen Ansprüchen, laufenden Justizverfahren, schnelle Vermittlung in Schuldner- und Drogenberatungsstellen.

"Haus Horizont" ist eines von mehreren Hilfe-Angeboten für Aids-Kranke im Bistum Trier. Die Caritasverbände Koblenz und Saarbrücken bieten Aids-Kranken umfassende Beratung sowie Aufklärung und Prävention. Trotz des Wandels in der allgemeinen Einstellung gegenüber Aids-Kranken ist es auch künftig Aufgabe der Caritas, Ausgrenzung und Diffamierung der betroffenen Menschen durch sachliche Information und Lobbyarbeit zu begegnen.

Der Diözesan-Caritasverband Trier hat bereit 1987 mit dem "Aids-Orientierungsrahmen für das Bistum Trier" einen Grundstein zum Aufbau einer Beratungskonzeption gelegt. Die Entwicklung der Aids-Beratung der Caritas in Deutschland blickt mittlerweile auf eine mehrjährige Geschichte zurück.

Entwicklung der Aids-Hilfe in Deutschland

Wegbereiter des Aufbaus von Hilfen für Aids-Kranke waren einzelne Initiativen wie zum Beispiel die Gründung der ersten Aids-Beratungstellen in katholischer Trägerschaft 1987 in München. Im Oktober 1987 beschloss der Deutsche Caritasverband, dass die Aids-Arbeit zu den Aufgabenbereichen des katholischen Wohlfahrtsverbandes gehören und dafür die erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen erhalten solle.

1989 wurde dies bundesweit realisiert. In dem Beschlusstext heißt es: "Das Problem Aids stellt die Kirche wie die ganze Gesellschaft vor eine neue Situation, deren Bewältigung eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre sein wird, der sich niemand entziehen kann und darf. Denn betroffen sind letztlich alle, sei es, weil niemand im Vorhinein ausschließen kann, dass er es in seinem Lebensumfeld mit HIV-infizierten Menschen zu tun hat; sei es, weil diese Krankheit - über die medizinischen Aspekte hinaus - existentielle Fragen aufwirft, die alle angehen: Fragen nach dem Sinn menschlicher Sexualität, nach Erziehung zu Partnerschaft und Liebe, Fragen nach Sinn und Bewältigung von Krankheit, Leid und Tod. Die Kirche mit all ihren Diensten muss diese Herausforderung annehmen."